Wer versucht, die Kunst mit den bloßen Werkzeugen der Logik zu erklären, wird ebenso scheitern wie jener, der behauptet es gäbe sie gar nicht. Wahre Erfüllung in der Betrachtungsweise wird demjenigen zuteil, welcher erkennt, daß ihr eine übergangslose, organische Weltenordnung zugrunde liegt. Die Erklärung des Wesens im wissenschaftlichen Sinn, gebährt die Maschine; wohingegen die leidenschaftliche Vereinigung aller herrschenden Geisteskräfte die Anwesenheit der Kunst ermöglicht.


Das meisterliche Werk als die "Ur-Kunst" birgt genügend Kraft, um gekonnten Abwandlungen, Vervielfältigungen und der Einbeziehung in das eigene, alltägliche Leben den gleichen unverfälschten Sinn zu verleihen. Die Kunst ist der Lohn für unser Tagewerk, welches es uns ermöglicht die Mägen zu füllen, um dann echten Genuß empfinden zu dürfen.


Gerade in modernen Zeiten erlauben sich häufig sogenannte "Künstler" die Kunst als ein abstraktes Instrumentarium zu deuten und versuchen ihr den Stempel einer hochintellektuellen Verklärtheit aufzupressen. Dabei erklären sie sich und ihre Machwerke über die Brücke des Pseudoindividualismus, um die vorherrschende Selbstbezogenheit zu rechtfertigen. Es verhindert ihnen oft der eigene, nach unten gerichtete Blick, sich über die "Erbärmlichkeit ihres Tuns" bewußt zu werden.

Jeder von uns trägt den Keim für das Empfinden echter Kunst in sich. Es muß nicht bei jedem eine große Blume daraus enstehen oder gar ein Garten mit unzähligen duftenden Blüten. Ein kleines Pflänzchen des Guten im Herzen genügt, um die Herrlichkeit und Güte der schöpferischen Kraft im Austausch mit der umgebenden Welt empfinden zu können. Wie groß es wird bestimmt jeder selbst. Es kommt lediglich auf die Pflege an, die ihm zuteil wird und es gedeihen läßt. Wobei erst die Artenvielfalt die Üppigkeit der Flora einer Landschaft bestimmen. Gerade die Unteschiede unserer Persönlichkeiten lassen die Welt drehen und bestätigen somit auch den Sinn des Lebens.


So wurden die Menschen nicht zu Menschen durch die Bezwingung des Feuers, sondern als Sie begannen, in Ihren Geschichten das Lächeln der Götter über die Geburt der Erkenntnis weiterzuerzählen.


Es lebe die Kunst!